Wie gibt man Versandkosten in Shopify rechtssicher für Kunden an?

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Schnelle Antwort: Versandkosten in Shopify rechtssicher angeben

Um Versandkosten in Shopify rechtssicher für Kunden anzugeben, müssen Händler die gesetzlichen Anforderungen an die Preisangabe, insbesondere die Pflicht zur Angabe der Gesamtpreise inklusive Versandkosten, strikt einhalten. Dies beinhaltet die klare Kommunikation der Kosten vor Abschluss des Bestellvorgangs, die korrekte Ausweisung der Umsatzsteuer und die Berücksichtigung länderspezifischer Vorschriften, um Abmahnungen zu vermeiden und das Vertrauen der Kunden zu stärken.

Wichtige Erkenntnisse

  • Transparente und vollständige Preisangaben sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen Versandkosten sowie Umsatzsteuer umfassen.
  • Versandkosten müssen spätestens vor Einleitung des Bestellvorgangs klar ersichtlich sein und dürfen nicht erst im letzten Schritt überraschend auftauchen.
  • Die korrekte Konfiguration von Versandzonen und -tarifen in Shopify ist entscheidend, um länderspezifische Anforderungen und unterschiedliche Kostenstrukturen abzubilden.
  • Eine detaillierte Versandkostentabelle oder ein Link zu einer separaten Informationsseite sind empfehlenswert, um alle relevanten Informationen übersichtlich darzustellen.

Die rechtssichere Angabe von Versandkosten in Shopify: Ein umfassender Leitfaden

Im E-Commerce ist die transparente und rechtlich korrekte Angabe von Versandkosten ein entscheidender Faktor für den Erfolg und die Vermeidung rechtlicher Risiken. Insbesondere in Deutschland unterliegen Online-Händler strengen Vorschriften, die darauf abzielen, Verbraucher vor versteckten Kosten zu schützen. Shopify, als eine der führenden E-Commerce-Plattformen, bietet zwar flexible Möglichkeiten zur Konfiguration von Versandtarifen, doch die Verantwortung für die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen liegt letztlich beim Händler. Eine unzureichende oder fehlerhafte Angabe kann nicht nur zu Vertrauensverlust bei Kunden führen, sondern auch teure Abmahnungen nach sich ziehen. Dieser Artikel beleuchtet detailliert, wie Händler Versandkosten in Shopify rechtssicher für Kunden angeben können, basierend auf den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und bewährten Praktiken.

Grundlagen der Preisangabenverordnung und ihre Relevanz für Versandkosten

Die Preisangabenverordnung (PAngV) bildet in Deutschland die zentrale rechtliche Grundlage für die Preisgestaltung im Handel. Ihr Hauptziel ist es, Preisklarheit und Preiswahrheit zu gewährleisten. Für Online-Shops bedeutet dies, dass alle Preise, die gegenüber Verbrauchern kommuniziert werden, den Endpreis inklusive aller Steuern und sonstiger Preisbestandteile ausweisen müssen. Dies schließt explizit die Versandkosten ein. Die PAngV verlangt, dass der Verbraucher bereits vor dem Beginn des Bestellvorgangs umfassend über alle anfallenden Kosten informiert wird. Eine bloße Angabe der Produktpreise ohne Hinweis auf die zusätzlichen Versandkosten ist demnach nicht zulässig und kann als irreführend betrachtet werden.

Die rechtliche Anforderung geht über die bloße Nennung der Versandkosten hinaus. Es muss klar erkennbar sein, welche Kosten für den Versand anfallen und wie diese sich zusammensetzen, falls es unterschiedliche Tarife gibt. Wenn beispielsweise die Versandkosten je nach Zielland oder Gewicht variieren, müssen diese Variationen transparent und leicht verständlich dargestellt werden. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann nicht nur zu Abmahnungen durch Wettbewerber oder Verbraucherschutzorganisationen führen, sondern auch das Vertrauen der Kunden nachhaltig schädigen. Ein Kunde, der erst im letzten Schritt des Checkouts mit unerwartet hohen Versandkosten konfrontiert wird, bricht den Kaufvorgang häufig ab und kehrt möglicherweise nicht zurück.

„Transparenz bei den Versandkosten ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit und die Reduzierung von Kaufabbrüchen im Online-Handel.“

— Rechtsexperte für E-Commerce

Die Bedeutung des Gesamtpreises und der Umsatzsteuer

Ein zentraler Aspekt der Preisangabenverordnung ist die Pflicht zur Angabe des Gesamtpreises. Dieser muss den Bruttopreis des Produkts sowie alle weiteren Kosten, einschließlich der Umsatzsteuer und der Versandkosten, umfassen. Für Händler, die sowohl an Endverbraucher (B2C) als auch an Geschäftskunden (B2B) verkaufen, ist es wichtig, die unterschiedlichen Anforderungen zu beachten. Im B2C-Bereich müssen alle Preise immer als Bruttopreise inklusive Umsatzsteuer ausgewiesen werden. Eine nachträgliche Hinzufügung der Umsatzsteuer ist unzulässig. Im B2B-Bereich können Nettopreise angegeben werden, sofern klar darauf hingewiesen wird, dass die Umsatzsteuer noch hinzukommt.

Die Umsatzsteuer auf Versandkosten ist ein weiterer Punkt, der oft zu Verwirrung führt. Grundsätzlich unterliegen Versandkosten der gleichen Umsatzsteuer wie die versendete Ware. Das bedeutet, wenn ein Produkt mit 19% Umsatzsteuer verkauft wird, fallen auch auf die Versandkosten 19% Umsatzsteuer an. Bei Produkten mit unterschiedlichen Steuersätzen (z.B. Bücher mit 7% und andere Artikel mit 19%) kann die Ermittlung des korrekten Steuersatzes für den Versand komplex werden. Shopify bietet hierfür in der Regel entsprechende Einstellungen, die jedoch vom Händler korrekt konfiguriert werden müssen, um rechtliche Fehler zu vermeiden. Eine genaue Abstimmung mit einem Steuerberater ist in komplexen Fällen ratsam.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die PAngV fordert die Angabe von Endpreisen inklusive aller Steuern und Versandkosten.
  • Versandkosten müssen spätestens vor Beginn des Bestellvorgangs klar kommuniziert werden.
  • Umsatzsteuer auf Versandkosten richtet sich nach dem Steuersatz der versendeten Ware.
  • Fehlerhafte Preisangaben können zu Abmahnungen und Vertrauensverlust führen.

Konfiguration von Versandkosten in Shopify: Praktische Schritte zur Rechtssicherheit

Shopify bietet eine robuste Infrastruktur zur Verwaltung von Versandkosten, die es Händlern ermöglicht, komplexe Versandstrategien abzubilden. Um diese Funktionen rechtssicher zu nutzen, ist eine sorgfältige Konfiguration unerlässlich. Der Prozess beginnt mit der Einrichtung von Versandzonen und der Definition von Versandtarifen, die auf verschiedenen Kriterien basieren können.

Einrichtung von Versandzonen und -tarifen

Versandzonen sind geografische Gebiete, für die spezifische Versandtarife gelten. Händler können in Shopify beliebig viele Zonen definieren, beispielsweise Deutschland, EU-Länder, Nicht-EU-Länder und so weiter. Innerhalb jeder Zone können dann verschiedene Tarife festgelegt werden, die sich nach Gewicht, Warenwert oder einer Pauschale richten. Es ist entscheidend, dass diese Zonen und die zugehörigen Tarife die tatsächlichen Versandkosten widerspiegeln und gleichzeitig den rechtlichen Anforderungen an die Transparenz genügen.

Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Differenzierung der Versandkosten für verschiedene Länder innerhalb der EU. Obwohl der freie Warenverkehr innerhalb der EU gilt, können die tatsächlichen Versandkosten je nach Land erheblich variieren. Händler müssen diese Unterschiede berücksichtigen und entsprechende Tarife in Shopify einstellen. Eine pauschale Angabe „Versand innerhalb der EU“ ohne weitere Spezifizierung kann irreführend sein, wenn die Kosten für Österreich deutlich von denen für Spanien abweichen.

Versandkriterium Anwendung in Shopify Rechtliche Relevanz
Gewicht des Pakets Gewichtsbasierte Tarife in Versandzonen einrichten. Klarheit über Kosten bei unterschiedlichen Produktmengen.
Warenwert des Warenkorbs Preisbasierte Tarife (z.B. kostenloser Versand ab X Euro). Transparenz bei Schwellenwerten für kostenlosen Versand.
Geografische Zone Definition von Versandzonen (Länder, Regionen). Einhaltung länderspezifischer Preisangaben.
Versanddienstleister Anbindung von Versand-Apps oder manueller Tarife. Klare Unterscheidung zwischen Standard- und Expressversand.

Umgang mit kostenlosem Versand und Mindestbestellwerten

Kostenloser Versand ist ein beliebtes Marketinginstrument, muss aber ebenfalls rechtssicher kommuniziert werden. Wenn kostenloser Versand an einen Mindestbestellwert geknüpft ist, muss dieser Schwellenwert klar und deutlich angegeben werden. Der Hinweis „Kostenloser Versand ab X Euro Bestellwert“ muss gut sichtbar sein, idealerweise bereits auf der Startseite, den Produktseiten und im Warenkorb. Shopify ermöglicht die Einrichtung solcher Bedingungen über preisbasierte Versandtarife. Es ist wichtig, dass diese Bedingungen für den Kunden jederzeit nachvollziehbar sind und keine Überraschungen im Checkout entstehen.

Ein weiterer Aspekt ist der sogenannte „Versandkosten-Trick“, bei dem die Produktpreise künstlich erhöht werden, um den kostenlosen Versand zu finanzieren. Obwohl dies aus rechtlicher Sicht schwer zu beweisen ist, kann es das Vertrauen der Kunden untergraben. Eine ehrliche und transparente Kommunikation, auch wenn Versandkosten anfallen, ist langfristig vorteilhafter.

Wichtige Erkenntnisse

  • Sorgfältige Definition von Versandzonen und gewichts-/preisbasierten Tarifen in Shopify ist essenziell.
  • Länderspezifische Versandkosten innerhalb der EU müssen korrekt abgebildet werden.
  • Bedingungen für kostenlosen Versand (z.B. Mindestbestellwert) müssen prominent und klar kommuniziert werden.
  • Transparenz bei der Kostenstruktur fördert das Kundenvertrauen.

Kommunikation der Versandkosten im Shopify-Shop

Neben der korrekten technischen Konfiguration in Shopify ist die Art und Weise, wie die Versandkosten dem Kunden präsentiert werden, von größter Bedeutung für die Rechtssicherheit. Die Informationen müssen leicht auffindbar, verständlich und vollständig sein.

Platzierung der Versandkosteninformationen

Die Preisangabenverordnung und die Rechtsprechung verlangen, dass Versandkosten spätestens vor Einleitung des Bestellvorgangs klar ersichtlich sind. Dies bedeutet, dass sie nicht erst im letzten Schritt des Checkouts auftauchen dürfen. Ideale Platzierungen für Versandkosteninformationen sind:

  • Produktseiten: Ein direkter Hinweis unter dem Produktpreis, z.B. „zzgl. Versandkosten“ mit einem Link zu einer detaillierten Versandkostentabelle.
  • Warenkorb: Eine klare Auflistung der Versandkosten, bevor der Kunde zur Kasse geht.
  • Header/Footer: Ein dauerhafter Link zu einer „Versand & Zahlung“-Seite, die alle relevanten Informationen enthält.
  • Startseite: Gegebenenfalls ein Banner oder eine kurze Information über kostenlosen Versand ab einem bestimmten Wert.

Es ist wichtig, dass der Hinweis auf die Versandkosten nicht versteckt oder in kleiner Schrift gedruckt wird. Er muss dem durchschnittlichen Verbraucher sofort ins Auge fallen.

Detaillierte Versandkostentabelle und Informationsseite

Eine dedizierte Seite mit „Versandinformationen“ oder „Versand & Zahlung“ ist unerlässlich. Diese Seite sollte eine detaillierte Tabelle enthalten, die alle Versandkosten für verschiedene Länder, Gewichtsklassen und/oder Warenwerte auflistet. Folgende Informationen sollten dort enthalten sein:

  • Versandkosten pro Land/Zone.
  • Informationen zu eventuellen Gewichtszuschlägen.
  • Schwellenwerte für kostenlosen Versand.
  • Angaben zu Lieferzeiten (Standard, Express).
  • Informationen zu möglichen Zöllen und Einfuhrabgaben bei Lieferungen in Nicht-EU-Länder.
  • Angabe der verwendeten Versanddienstleister.

Diese Seite dient als zentrale Anlaufstelle für Kunden und als Nachweis für die Erfüllung der Informationspflichten. Sie sollte von allen relevanten Stellen im Shop (Produktseiten, Warenkorb, Footer) verlinkt werden.

„Die Bereitstellung einer umfassenden und leicht zugänglichen Versandkostentabelle ist ein Best Practice, um Abmahnrisiken zu minimieren und das Vertrauen der Kunden zu stärken.“

— E-Commerce-Anwalt

Hinweise auf Zölle und Einfuhrabgaben

Beim internationalen Versand, insbesondere in Länder außerhalb der Europäischen Union, können Zölle, Einfuhrumsatzsteuern und andere Abgaben anfallen. Händler sind verpflichtet, Kunden auf diese zusätzlichen Kosten hinzuweisen, sofern sie nicht bereits im Endpreis enthalten sind. Ein klarer Hinweis wie „Bei Lieferungen in Nicht-EU-Länder können zusätzliche Zölle, Steuern und Gebühren anfallen“ ist hier unerlässlich. Shopify selbst kann diese Abgaben nicht automatisch berechnen oder einziehen, daher liegt die Informationspflicht und oft auch die Verantwortung für die Abwicklung beim Händler oder beim Kunden, je nach Incoterms. Eine fehlende oder unzureichende Information kann zu Problemen bei der Zollabfertigung und zu Unzufriedenheit beim Kunden führen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Versandkosteninformationen müssen prominent auf Produktseiten, im Warenkorb und über eine dedizierte Seite platziert werden.
  • Eine detaillierte Versandkostentabelle ist für Transparenz und Rechtssicherheit unerlässlich.
  • Kunden müssen auf mögliche Zölle und Einfuhrabgaben bei internationalen Sendungen hingewiesen werden.
  • Die Informationen müssen leicht auffindbar und verständlich sein.

Häufige Fehler und Abmahnrisiken bei der Versandkostenangabe

Trotz der klaren gesetzlichen Vorgaben und der technischen Möglichkeiten von Shopify machen Händler immer wieder Fehler bei der Angabe von Versandkosten, die zu teuren Abmahnungen führen können. Das Verständnis dieser Fallstricke ist entscheidend, um sie zu vermeiden.

Versteckte Kosten und fehlende Hinweise

Der häufigste Abmahngrund ist das Fehlen eines Hinweises auf Versandkosten oder deren verspätete Anzeige. Wenn ein Kunde erst im letzten Schritt des Checkouts erfährt, dass zusätzliche Versandkosten anfallen, verstößt dies gegen die PAngV. Ebenso kritisch ist es, wenn der Hinweis auf die Versandkosten zwar vorhanden, aber so klein, unauffällig oder schwer auffindbar ist, dass er vom durchschnittlichen Verbraucher übersehen wird. Die Rechtsprechung ist hier sehr streng und verlangt eine unmissverständliche und prominente Platzierung.

Unklare oder unvollständige Angaben

Eine weitere Fehlerquelle sind unklare oder unvollständige Angaben. Wenn beispielsweise nur „Versandkosten“ ohne konkrete Beträge oder eine Verlinkung zu einer Tabelle genannt werden, ist dies nicht ausreichend. Der Kunde muss in der Lage sein, die genauen Kosten für seine spezifische Bestellung zu ermitteln, bevor er den Kauf abschließt. Auch die Angabe von Versandkosten „ab X Euro“ ist nur dann zulässig, wenn der niedrigste Preis klar und deutlich kommuniziert wird und die weiteren Kosten transparent aufgeschlüsselt sind.

Falsche Umsatzsteuerausweisung

Wie bereits erwähnt, unterliegen Versandkosten der Umsatzsteuer. Eine falsche Berechnung oder Ausweisung der Umsatzsteuer auf die Versandkosten kann zu steuerrechtlichen Problemen führen. Shopify bietet zwar die Möglichkeit, Steuersätze zu konfigurieren, aber der Händler muss sicherstellen, dass diese Einstellungen für alle Produkte und Versandarten korrekt sind. Besonders bei grenzüberschreitenden Lieferungen innerhalb der EU oder in Drittländer sind die Umsatzsteuerregelungen komplex und erfordern genaue Kenntnisse.

Fehlende Informationen bei internationalen Lieferungen

Bei Lieferungen in Nicht-EU-Länder ist der Hinweis auf mögliche Zölle und Einfuhrabgaben von entscheidender Bedeutung. Fehlt dieser Hinweis, kann dies als irreführende Werbung gewertet werden, da der Endpreis für den Kunden höher ausfällt als erwartet. Händler müssen hier proaktiv informieren, um rechtliche Konsequenzen und Kundenbeschwerden zu vermeiden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Versteckte oder verspätet angezeigte Versandkosten sind ein häufiger Abmahngrund.
  • Unklare oder unvollständige Angaben zu den Versandkosten sind rechtlich nicht zulässig.
  • Die korrekte Ausweisung der Umsatzsteuer auf Versandkosten ist steuerrechtlich und wettbewerbsrechtlich relevant.
  • Bei internationalen Lieferungen muss auf Zölle und Einfuhrabgaben hingewiesen werden.

Rechtliche Absicherung und kontinuierliche Überprüfung

Die rechtssichere Angabe von Versandkosten ist kein einmaliger Prozess, sondern erfordert eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung. Gesetzesänderungen, neue Gerichtsurteile oder Änderungen in den Versandstrategien können eine Aktualisierung der Informationen erforderlich machen.

Regelmäßige Überprüfung der Einstellungen und Texte

Händler sollten regelmäßig ihre Shopify-Versandeinstellungen überprüfen, insbesondere nach Produktänderungen, der Einführung neuer Versandzonen oder der Anpassung von Versandtarifen durch Dienstleister. Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Rechtstexte und Informationsseiten. Sind alle Angaben noch aktuell? Sind sie leicht verständlich und vollständig? Ein „Testkauf“ aus verschiedenen Ländern kann helfen, die Kundenerfahrung zu simulieren und mögliche Schwachstellen aufzudecken.

Einbindung von Rechtsexperten

Gerade für kleinere Händler ohne eigene Rechtsabteilung kann die Zusammenarbeit mit einem auf E-Commerce spezialisierten Rechtsanwalt sinnvoll sein. Dieser kann die Rechtstexte prüfen, bei der korrekten Konfiguration der Versandkosten beraten und bei Abmahnungen unterstützen. Die Kosten für eine solche Beratung sind oft geringer als die potenziellen Kosten einer Abmahnung.

Nutzung von Shopify-Apps und rechtlichen Tools

Es gibt verschiedene Shopify-Apps und externe Tools, die Händler bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben unterstützen können. Dazu gehören Apps zur Generierung von Rechtstexten (AGB, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung) oder Tools, die den Checkout auf rechtliche Konformität prüfen. Diese können eine wertvolle Ergänzung sein, ersetzen aber nicht die eigene Sorgfaltspflicht und gegebenenfalls die Konsultation eines Rechtsexperten.

Wichtige Erkenntnisse

  • Regelmäßige Überprüfung der Shopify-Versandeinstellungen und Rechtstexte ist unerlässlich.
  • Die Zusammenarbeit mit E-Commerce-Rechtsexperten kann Abmahnrisiken minimieren.
  • Shopify-Apps und externe Tools können bei der rechtlichen Absicherung unterstützen.
  • Kontinuierliche Anpassung an neue Gesetze und Rechtsprechung ist erforderlich.

Fazit

Die rechtssichere Angabe von Versandkosten in Shopify ist eine komplexe, aber unverzichtbare Aufgabe für jeden Online-Händler. Sie erfordert ein tiefes Verständnis der Preisangabenverordnung, eine sorgfältige Konfiguration der Shopify-Einstellungen und eine transparente Kommunikation gegenüber den Kunden. Von der korrekten Ausweisung der Umsatzsteuer über die detaillierte Darstellung aller Kosten bis hin zum Hinweis auf Zölle bei internationalen Lieferungen – jeder Schritt muss präzise und kundenfreundlich gestaltet sein. Durch die Einhaltung dieser Vorgaben schützen sich Händler nicht nur vor teuren Abmahnungen, sondern stärken auch das Vertrauen ihrer Kunden und fördern langfristigen Geschäftserfolg. Investitionen in Transparenz und Rechtssicherheit zahlen sich im E-Commerce immer aus.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Versandkosten auf jeder Produktseite angeben?

Ja, die Versandkosten oder zumindest ein klarer Hinweis darauf, dass Versandkosten anfallen, müssen spätestens vor Einleitung des Bestellvorgangs, idealerweise direkt auf der Produktseite unter dem Preis, sichtbar sein. Ein Link zu einer detaillierten Versandkostentabelle ist hierbei eine gängige und rechtssichere Praxis.

Wie gehe ich mit Umsatzsteuer auf Versandkosten in Shopify um?

Versandkosten unterliegen grundsätzlich der gleichen Umsatzsteuer wie die versendete Ware. In Shopify müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Steuereinstellungen korrekt konfiguriert sind, um die Umsatzsteuer auf die Versandkosten entsprechend dem Steuersatz der Produkte zu berechnen und auszuweisen. Bei Produkten mit unterschiedlichen Steuersätzen kann dies komplexer sein und erfordert genaue Einstellungen.

Was passiert, wenn ich die Versandkosten nicht korrekt angebe?

Eine fehlerhafte oder unzureichende Angabe von Versandkosten kann zu Abmahnungen durch Wettbewerber oder Verbraucherschutzorganisationen führen. Dies kann hohe Kosten für Anwaltsgebühren und Unterlassungserklärungen nach sich ziehen. Zudem schädigt es das Vertrauen der Kunden und führt zu einer höheren Abbruchrate im Warenkorb.

Muss ich auf Zölle und Einfuhrabgaben hinweisen, wenn ich international versende?

Ja, bei Lieferungen in Nicht-EU-Länder sind Sie verpflichtet, Kunden auf mögliche zusätzliche Zölle, Steuern und Gebühren hinzuweisen, die bei der Einfuhr anfallen können. Dieser Hinweis muss klar und deutlich kommuniziert werden, da diese Kosten nicht im Endpreis des Produkts enthalten sind und vom Kunden getragen werden müssen.

Wie kann ich in Shopify kostenlosen Versand ab einem bestimmten Bestellwert einrichten?

In Shopify können Sie kostenlosen Versand ab einem bestimmten Bestellwert über die Versandtarife einrichten. Erstellen Sie in Ihren Versandzonen einen preisbasierten Tarif, der einen kostenlosen Versand ab einem definierten Warenwert ermöglicht. Stellen Sie sicher, dass dieser Schwellenwert prominent im Shop kommuniziert wird.

Wir weisen darauf hin, dass wir keine Anwälte sind und dieser Beitrag lediglich unsere eigenen Erfahrungen und Recherchen widerspiegelt, weshalb er keine professionelle Rechtsberatung ersetzt.

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Wer ist Samuel Peiffer?
Multi-Unternehmer, Author und Investor.

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Seit 2015 hilft er Existenzgründern und Selbstständigen den Sprung ins Unternehmertum durch E-Commerce Unternehmen zu machen.

Er gibt Tipps, Tricks und Erfahrungen weiter, die er beim Aufbau und der Skalierung von Onlineshops in 10 Jahren Praxis gesammelt hat.

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